Das Informatikstudium (Bachelor) - Vorspiel

Willkommen zu meinem Informatik an der Uni Passau Bericht. Hier geht es um mein aktuelles Bachelor-Studium,
das Studentenleben als junger Quietschie und die alltäglichen Herausforderungen als frisch rekrutierter Hausmann.

"Informatik ? Du siehst gar nicht aus, wie ein Informatiker !" - Wie ich mich also doch dazu entscheiden konnte :

Zunächst mal für das Fach an sich : ich hatte schon während meiner Schulzeit Freude am programmierbaren Taschenrechner, der Informatik-AG, selbstgeschriebenen Tools, der Funktionalität anderer Programme und letztlich am Fach in der Oberstufe. In meiner Freizeit klebte ich also viel am Computer, bastelte an eigenen Projekten rum und stellte früh fest, dass ich mal was in die Richtung studieren wollte. Von Bindestrichstudiengängen (Bio-Informatik usw.) wurde mir abgeraten, da man berufstechnisch mit der normalen Ausgabe am weitesten kommen sollte.

Warum ich gerade auf Passau gekommen bin sieht man links im Bild (Quelle : http://ranking.zeit.de/che2013/de/ am 04.04.2014). Dieses Ranking lässt sich nach verschiedenen Eigenschaften sortieren, in dem Fall waren es die Studiensituation insgesamt, die Betreuung durch Lehrende, Forschungsgelder pro Wissenschaftler, Reputation und die IT-Infrastruktur. Passau war auf Platz 1, unglaublich schön (Schnuppertag), nicht zu groß und weit genug von zu Hause entfernt. Da mit der Anmeldung alles glatt verlief und ich sogar einen Platz in der Bräugasse bekam sah ich keinen Grund mehr nach Alternativen ausschau zu halten - bis dann das Hochwasser kam, aber zum Glück wieder ging :-) Als "Tourist" war es schwer überhaupt Schäden an Fassaden zu sehen, da viel gleich wieder gestrichen wurde. Als jemand aus der Zukunft stellt man fest, dass das ein oder andere Geschäft doch noch lange gebraucht hat um sich vollständig zu erholen und mit Wasser vollgesogene Wände zu trocknen. Im Wohnheim selbst wurde die Restauration der Gemeinschaftsräume im Erdgeschoss (unter den Wohnungen) nach drei Semestern größtenteils fertig, wobei ein zweiter Party-Keller aufgegeben werden musste und noch einiges an Einrichtung dieser fehlt.. Zum Einzug selbst : Wir übernachteten nebenan im Altstadthotel bis das Zimmer frei war, haben rumgerätselt, welche Nummer ich haben sollte und bekamen dann einen Tag später vom Hausmeister den Schlüssel, sowie eine freundliche Einführung. Ich hatte das Glück ein riesiges Zimmer (25m²) mit eigener Küche inklusive Ofen, Bad und Donauausblick zu bekommen. Weitere Wohnformen waren Zimmer mit eigenem Bad und Gemeinschaftsküche (normal), oder Doublette (2er WG).

Die Sonnensymbole stellen eine Timeline mit 4 Bildern von oben nach unten dar. Fahr mit der Maus zum gewünschten Sonnenstand und das Bild wird per tricky CSS angezeigt ;-)

Die Info 0-Woche

Zwei Wochen vor dem offiziellen Beginn gab es für die Informatik Quietschies je eine Woche Mathe ("-Wiederholung" :P) und Rechnereinführung (Linux orientiert). Neben der Quietschietüte bietete die Fachschaft noch ein paar Führungen durch die Uni und eine Kneipentor an - erste Gelegenheit ein paar Kommilitonen kennenzulernen. Was noch niemanden kümmerte : fast die Hälfte sollte das Studium abbrechen. Für mich war das alles unglaublich aufregend, die Anzahl an Informationszetteln und Verwaltungsaufgaben nahezu unbezwingbar und das Lernen erst mal nur nebensächlich. Im Quietschie-Guide war schon ein Fertigstundenplan angegeben, was die Modulsuche für uns Informatikstudenten um einiges erleichterte. Manch anderer Studiengang war da um einiges unorganisierter. Meine Begleitung fuhr nach Hause und ich war auf mich selbst angewiesen. Kein voller Kühlschrank mehr, keine autonom sauber werdende Wäsche, aber vor allem keine bescheuerten Regeln oder zeitlichen Einschränkungen mehr.

Der Hausmann

Doch selbst als angehender Informatiker meldet sich nach 10 Stunden ultimativer Vergnügung das Bauchgefühl und zwingt einen Nahrung zu jagen. Nach kurzer Suche entdeckte ich keine 121 Meter von meiner Zimmertür entfernt eine Pizzeria mit unschlagbar günstigen Studentenangeboten, nach weiteren 230 Metern den Altstadtgrill (am Residenzplatz, mit einem "Superdöner") und gleich daneben einen als Kolonialwarenladen getarnten EDEKA (Escherich-Markt GmbH).

Zum Thema Waschen : Im Wohnheim gibt es momentan 2 Waschmaschinen zu 1.30€ pro Wäsche und einen Trockner (60ct). Da die Zahlstation Kleingeld frisst rate ich zum Kauf einer Cola für 70ct* - mit einem 2€-Stück bleiben so noch 1.30€ für die Wäsche übrig und zum Trocknen kann man auch den Ofen zweckentfremden :-) Man sollte auf die Maschinen eine Tüte legen, damit der Nachfolger nicht unnötig lang warten muss, bzw. die Wäsche nicht sonstwo landet. Andere Bewohner sollte man normal in den Gemeinschaftsräumen vorfinden welche aber überschwemmt wurden und restauriert werden. Per Parkhaus, Sektempfang, Kinoausflüge oder Klingel lernt man aber doch den ein oder anderen kennen.

Das kann teilweise überraschende Auswirkungen haben, zum Beispiel das "Plantsitting" über die Semesterferien. Da die Pflanze, auf die ich aufpassen sollte nicht auf der Fensterbank sitzen bleiben, sondern sich lieber mit der Schalusie streiten wollte, landete sie auf dem Boden - zusammen mit der Erde, die sich über den ganzen Boden bis in den PC-Lüfter begab. Da mein Linoleum-Boden natürlich staubfrei war konnte man sogar einen Großteil der Erde wiederverwenden. "Der Teppich im Flur sollte am Besten mit einem Pulver einmassiert werden", so die Verkäuferin. Meine persönliche Vanish Oxi Action sieht man rechts im Bild. Die trockenen Krümel wurden dann vom Roboterstaubsauger eliminiert oder von meinen Socken aufgelesen. Für die schwierigeren Aufgaben steht einem aber auch ein super Hausmeister zur Seite :-) Wenn man mit einem Pömpel den Leitungsinhalt zur Dusche rausdrückt und jeder im Urlaub ist fühlt man sich aber doch plötzlich etwas hilflos..

*Diese Rechnung geht leider nicht mehr auf, da der Cola-Preis auf 85ct erhöht wurde :-/ Seitdem finanziert sich mein Waschgeld aus Wechselgeld anderer Einkäufe.. Aaaahh..

Nachtrag: Die Waschmaschienen (2) und Trockner (2) kommen nun nicht mehr von einem externen Anbieter und sind für Einwohner der Wohnanlage kostenfrei in einem eigenen Waschraum nutzbar. Die kosten wurden ähnlich wie bei dem Internetanbieter (zuvor über Uni, jetzt extern) auf den Mietpreis aufgeschlagen, machen aber zusammen kaum 10€ aus.

Die Mensa

Sieht gut aus, schmeckt gut, kostet mit Mensakarte 2-5 Euro, liegt am Inn und hat eine Terrasse mit Essmöglichkeit :-)

Das erste Semester

Beeindruckt ?

Vorlesungen finden normalerweise cum tempore (c.t.) statt, also 15min später als erwartet, sonst normal sine tempore (s.t.). Wer zu spät kommen sollte, weil er den Raum (HS 13)* nicht findet, die Tür quietschen lässt und im ersten Semester ist wird als Quietschie bezeichnet. Wer dann die ganze Vorlesung die neue In-App spielt und sich den Übungen entzieht geht schnell Game Over oder er hört auf die Mahnungen der Professoren und lernt zu Hause, was allerdings auch nicht so ganz leicht ist, denn da wartet der Haushalt.

Wer dann auf die ersten Prüfungen lernt, stellt fest, dass das Abitur nicht die letzte, sondern die erste Prüfung war und diese viel zu großzügig bewertet wurde, selbst in BW. Sein "Fach" sollte man also wirklich mögen und von den vielen Mädchen wird man in den Informatikvorlesungen meistens auch nicht abgelenkt, denn die sitzen auf der Innwiese ;-) Dafür piepst an der FIM (Fakultät für Informatik und Mathematik) jede Stunde die ein oder andere Uhr, jede Minute ein Laptop und jede Sekunde ein Smartphone. Zurück zu den Mädchen : manch eine meint, man hätte sich Passau nur ihretwegen ausgesucht, denn grob 2/3 aller "über den Weg laufenden" scheint weiblich zu sein. Was ? Du auch ?

Welche Module (sozusagen Unterfächer) man belegen sollte kann man normal im Quietschie-Guide nachlesen, ansonsten hilft nur die Prüfungsordnung (für Informatik) weiter. Die komplette Verwaltung der Module erfolgt über Stud.IP, die der Prüfungen über HisQis.

Die Vorlesung findet nur Wochentags statt, dauert meist zwei Stunden pro Modul (Fach), findet für Informatiker fast ausschließlich an der FIM und in *Hörsaal 13 (HS 13) statt.


Bestandene Veranstaltungen (19 ECTS)

  • Programmierung 1 (6 ECTS)
  • Grundlagen der Informatik (7 ECTS)
  • Schaltnetze und Schaltwerke (6 ECTS)

Das zweite Semester

Ein schöner Sommer, mit einigen Ausflügen (wie an einen Stausee), viel technischer Informatik und etwas Analysis.

Zudem gab es noch ein obligatorisches Beratungsgespräch, welches man in den ersten beiden Studienjahren zu führen hat. Nachtrag: nach der neuen Prüfungsordnung ist dieses nicht mehr verpflichtend, sondern freiwillig, mir hat es aber gut getan. In Anbetracht der Matheprüfung samt stressiger Lernphase und der Noten ein recht erfolgreiches Semester.

Bestandene Veranstaltungen (32 ECTS)

  • Algorithmen und Datenstrukturen (7 ECTS)
  • Technische Grundlagen der Informatik (5 ECTS)
  • Rechnerarchitektur (5 ECTS)
  • Datenmodellierung (6 ECTS)
  • Analysis 1 (9 ECTS)

Das dritte Semester

Mastermind-GUI

Hier ging es mit Programmieren II etwas praktischer zur Sache

Zunächst gab es eine unbewertete Aufwärmphase (Aufgabe 0), in der wir einen Suchbaum implementierten um uns mit dem "Praktomaten" (einem art Online-Service, welcher an unseren Abgaben Testfälle versuchte) bekannt zu machen.

Aufgabe 1 bestand darin das Brettspiel Mastermind textuell umzusetzen. Wir bekamen ein Interface in dem die Klassennamen, sowie einige hilfreiche Kommentare angegeben waren. Anzahl der Züge, Farben und Slot-Positionen waren zudem variabel und unser Programm sollte sich daran anpassen. Der Quellcode sollte verständlich dokumentiert, sauber strukturiert sein und natürlich bei jeder Eingabe funktionieren.

Aufgabe 2 war den Dinic-Algorithmus zu implementieren, welcher auf einem zuvor eingelesenem gültigen Graphen das Netzwerkflussproblem lösen sollte. Hier kamen einige Fragen auf, die in der zugehörigen Übung besprochen wurden. Einige Fälle waren zudem nicht ganz offensichtlich, was einem die Arbeit erschwerte.

Aufgabe 3 war dann etwas bunter, denn wir durften eine GUI für unser Mastermind-Programm aus Aufgabe 1 mit Swing schreiben (ohne GUI-Builder). Das nahm zwar für die insgesamt 6 ECTS - Punkte, welche es für das gesamte Modul gab, unglaublich viel Zeit in Anspruch, machte aber dennoch viel Spaß :-) Hier der Download-Link.

Andere Module in diesem Semester waren Theoretische Informatik (1&2) mit mündlicher Prüfung am Semesterende, Software Engineering und ein bisschen Unternehmensrechnung, für die es sich lohnen würde mehr als 4 Tage Prüfungsvorbereitung einzuplanen ;-)


Bestandene Veranstaltungen (29 ECTS)

  • Programmierung 2 (6 ECTS)
  • Software Engineering (5 ECTS)
  • Theoretische Informatik 1 (5 ECTS)
  • Theoretische Informatik 2 (4 ECTS)
  • Unternehmensrechnung (BWL 9 ECTS)

Das vierte Semester

Das Amateurfunk-Semester. Neben den Pflichtmodulen dürfen wir nämlich über ein Zentrum für Schlüsselqualifikationen Seminare belegen, für die wir auch noch mit ein paar ECTS-Punkten und meist recht guten Noten belohnt werden.

Harmonized Amateur Radio Examination Certificate

Amateurfunken ist eine solche Schlüsselqualifikation und da mir ein wenig technische Informatik und Physik in meinem Studium fehlten meldete ich mich dort an. Die Veranstaltung bereitete einen auf den kleinen Amateurfunkschein (Klasse B) vor und nach dauerhafter Anwesenheit bekam man dann die Punkte und bei erfolgreicher Prüfung die Note 1.0. Außerdem konnte man auch gleich den großen Amateurfunkschein machen (Klasse A), welcher ein paar Fragen mehr in der Prüfung, aber auch mehr Freiheiten beim späteren Funken bot, ein bisschen mehr kostete und natürlich trotzdem die ECTS-Punkte einbrachte. Mit diesen Scheinen ist man dazu berechtigt auf bestimmten Frequenzbändern mit einer gewissen Leistung modulierte Funkwellen auszusenden, welche unverschleierte Kommunikation mit anderen Funk-Fans ermöglichen soll. Abgesehen von digitalem Funk ist das Equipment aber als Student kaum erschwinglich, weshalb man sich meist in Amateufunkvereinen die Kosten teilt. Inzwischen hab ich den großen Schein und bin theoretisch mit der Kennung DF9TV on air.

Die Prüfung der beiden Klassen besteht, ähnlich wie in der Fahrprüfung, aus einer Auswahl an Fragen aus einem frei zugänglichen Fragenkatalog. Man kennt die Fragen also schon (sollte man gut gelernt haben). Dafür kann ich übrigens den AFU-Trainer empfehlen. Trainiert man mit ihm ein paar mal die Woche sollte man nicht 10 Tage vor der Prüfung von der Menge an Fragen überrollt werden. Für die Klasse A ist der Technikteil nämlich doch recht umfangreich und es steht ja immerhin die Gebühr für die Anmeldung über 110€, für Klasse B ca. 80€ auf dem Spiel

Abgesehen davon schrieb ich noch eine BWL-Klausur bei gefühlten 28 Grad Celsius in der Sporthalle. Die übrigen Klausuren (Datenbanken und informationssysteme und Rechnernetze 1) durfte ich leider nicht mitschreiben, da ich die Anmeldefrist übersehen hatte und nur bei außerordentlichen Notfällen eine nachträgliche Anmeldung möglich ist.

Bestandene Veranstaltungen (19 ECTS)

  • Amateurfunken (Schlüsselquali 3 ECTS)
  • Management und Unternehmensführung (BWL 9 ECTS)
  • (DBIS, Rechnernetze Anmeldung verduselt :-/)
  • Praktische Parallelprogrammierung (Wahlpflicht 7 ECTS)

Das fünfte Semester

Das SEP aka Software Engineering Praktikum bietet den wohl größten praktischen Pflicht-Anteil an dem Bachelor-Studium (neben Ba.-Arbeit). Hier sucht man sich als Team (6 Personen, die bereits Programmieren 2, Algorithmen und Datenstrukturen, sowie Software Engineering bestanden haben) in einer Auftakt-Veranstaltung ein Software-Thema aus und bearbeitet dieses Phasenweise (es ist möglich mit Internet-Computing Kommilitonen zusammenzuarbeiten). Nach jeder Phase muss ein Phasendokument abgegeben werden und daraufhin gibt es ein Kolloquium mit dem Professor und wissenschaftlichen Mitarbeitern, in der die eigene Vorgehensweise berufsnah und doch recht streng hinterfragt wird. Wir entschieden uns für eine Minigolfsimulation mit Bahneditor, die wir nach langer Überlegung Puttup tauften.

Puttup-Pokal, selbst erstellt mit Blender

Für jede Phase gab es einen Phasenverantwortlichen, der in dem Kolloquium zusätzlich einen kleinen Vortrag über die Umsetzung halten musste. Die erste Phase, die ich mir krallte, war für das Erstellen des Pflichtenheftes zuständig. Irgendwann hatten wir mal in einer Übung zu Software Enineering eins erstellt, daher viel uns die Struktur am Anfang etwas schwer. Außerdem musste man sich erst mal auf eine Programmierumgebung, ein Versionsverwaltungssystem und ein Latex-Layout festlegen. In dem Pflichtenheft müssen schon alle angedachten Funktionen und etwaige Wunschkriterien stehen, sowie schöne "Mockups" zur späteren grafischen Oberfläche erstellt werden. Eine Phase dauert meist zwei Wochen, wobei nach einer Woche immer eine voläufige Version abgegeben werden muss, die dann mit dem Betreuer des Teams besprochen wird. Nach meinem Vortrag waren wir über die Fragen erstaunt: "Wie schnell rollt ein Minigolfball durchschnittlich" oder "Wie Behandeln sie, dass der Ball die Kante des Loches berührt, aber nicht eingelocht wird".. Nach dem ersten Kolloquium waren wir ziemlich frustriert durch die Fragen, waren aber froh überhaupt als Team bestehen zu bleiben, denn aus einem anderen Team sprung jemand ab, weshalb trotz viel Protest aus den übrigen Teams Ausgleichs-Mitglieder gewürfelt wurden, die dann in das Team mit zu wenig Mitgliedern wechseln mussten :-/ Wir waren vom Würfeln allerdings nicht betroffen und rutschten weiter in die nächsten Phasen: Entwurf, Feinspezifikation & Implementierungsplan, Implementierung (3 Milestones, 3 Wochen Zeit), Validierung sowie Handbuch und Abschlusspräsentation.

Wir benötigten für dieses Praktikum sehr viel (gemeinsame) Zeit, weshalb andere Module oft vernachlässigt wurden. Besonders unsere Programmierphase beanspruchte viel Zuwendung, weshalb teils auch noch die Nacht durch oder an Weihnachten programmiert werden musste. Insgesamt habe ich mich über etwas Praxis gefreut, finde aber, dass es mehr als 12+1 ECTS-Punkte geben sollte, da man kaum Veranstaltungen nebenher schaffen kann. Andere Themen waren z.B. eine Plattform für Tischreservierungen. Die Themen variieren aber von Semester zu Semester, ich hoffe, es sind auch weiterhin tolle Sachen dabei. Statt dem SEP kann man sich auch seit neuestem für ein EVS-Praktikum entscheiden, welches von einem anderen Lehrstuhl angeboten wird - der Zeitaufwand ist wohl ähnlich und die Themen sind doch etwas technischer orientiert. So war das Thema des EVS-Praktikums 2015/2016 eine Hausautomatisierung mit einem Odroid und echter Sensorik an einem Mini-Holz-Haus. Alle Praktika und Themen wurden bei einer gemeinsamen Endveranstaltung vorgestellt, was einen tollen Einblick in die Ideen und gelösten Probleme anderer Teams ermöglichte.

Nebenher bekam ich noch einen ECTS-Punkt für die Schlüsselqualifikation "Manieren als soziale Kodizes", wo man für ca. 30€ einen tollen Benimmkurs mit Abendessen (3 Gänge) bekam. Außerdem bestand ich noch Verteilte Systeme, obwohl ich so gut wie nie in die Vorlesung kommen konnte und holte etwas Mathe nach.

Bestandene Veranstaltungen (28 ECTS)

  • Software Engineering Praktikum & Präsentation (12 & 1 ECTS)
  • Manieren als soziale Kodizes (Schlüsselquali 1 ECTS)
  • Verteilte Systeme (5 ECTS)
  • Lineare Algebra 1 (9 ECTS)

Das sechste Semester

Geplant war es die sieben fehlenden Wahlpflichtpunkte und zwei ECTS an Schlüsselqualifikationen zu sammeln, was letztendlich auch gut funktioniert hat. Zudem wurde empfohlen das Seminar, welches einem ersten Kontakt mit wissenschaftlichem Arbeiten bietet, vor der Bachelorarbeit zu belegen. Hier sucht man sich nach einer Auftaktveranstaltung, die ich leider nicht besuchen konnte, ein Lehrstuhl und ein passendes Thema, welches man dann unter Betreuung selbst erarbeiten soll. Meines war Musik-Empfehlungssysteme am Lehrstuhl für Complex and Intelligent Systems. Es ging darum, wie moderne Musikstreamingdienste dem Nutzer Empfehlungen "errechnen" und allgemeiner welche Herangehensweisen sich dafür eignen. Recht komplex, wie sich herausgestellt hat.. Das Seminar bzw. Aufschieben der Ausarbeitung nahm in diesem Semester den Löwenanteil der Zeit in Anspruch. Grundlagen IT-Sicherheit und System Security verängstigten mich regelmäßig mit Sicherheitslücken (z.B. auf dieser Site), glänzten aber mit interessanten aktuellen Themen und einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise dieser. Die beiden Fächer überschnitten sich oft, weshalb die Lernerei von englischen Fachbegriffen fast doppelt in ECTS-Punkten vergütet wurde. Die beiden Schlüsselqualifikationen boten zwischendurch ein wenig Abwechslung, obwohl mir der Stoff etwas gestreckt vorkam. DBIS und Rechnernetze I wurden dieses Mal fristgerecht angemeldet und bestanden.

Bestandene Veranstaltungen (31 ECTS)

  • Grundlagen IT-Sicherheit (Wahlpflicht 5 ECTS)
  • System Security (Wahlpflicht 5 ECTS)
  • Überzeugend Präsentieren (Schlüsselquali 1 ECTS)
  • Führen in Projekten (Schlüsselquali 1 ECTS)
  • Seminar Informatik (4 ECTS)
  • Datenbanken und Informationssysteme (9 ECTS)
  • Rechnernetze 1 (6 ECTS)

Das siebte (aktuelle) Semester

Geplante Veranstaltungen

  • Einführung in die Stochastik (9 ECTS)
  • Bachelorarbeit & Präsentation (15 ECTS)